
Meine Musik
Ich höre öfters in mir Musik erklingen, dadurch entwickelt sich eine Fröhlichkeit und es entsteht der Wunsch, die Musik durch akustisches Klingen vorzustellen. Das bedeutet, ich würde gern die Melodien und Harmoniefolgen anderen Menschen vortragen. Damit möchte ich meine Freude an der Musik, durch die Musik, mit Musik, an andere Personen weitergeben.
Ich ergreife meine Gitarre und spiele. Bei härterem Anschlag vibriert der Korpus, den ich auf meinem rechten Oberschenkel spüre. Die Vibrationen durchdringen die Luft in dem Raum, in dem ich mich gerade aufhalte. Die Saiten klingen, schwingen und erfüllen in meiner Fantasie, das Zimmer mit lustigen Noten, die auf und ab tanzen. So wie das schwingende Pendel einer alten hölzernen Standuhr. Die selbst auf das eigene ticken des Uhrwerks horcht. Hin und her, immer, wieder und wieder. So was stell Dir dabei vor.
Ich will eine Atmosphäre der Entspannung schaffen, einen Raum zur Ruhe erwirken. Ich möchte Zufriedenheit und Zeit zum Träumen geben. Einen Augenblick geben, der kann ein paar Minuten oder Stunden andauern, und jedem, der es mag, den Klang der Kadenzen nahe bringen. So dass sich ein Gefühl der Geborgenheit in Dir selbst sich ausbreitet.
Stell Dir einen dunkelblauen Himmel vor. An dem linken Ende leuchtet ein großer Notenschlüssel in strahlendem Gold. Und gleich rechts daneben taucht ein weißes Band aus der Unendlichkeit des Universums auf. Dieses Band spaltet sich in fünf Linien des Notensystems. Das Band zieht sich über das ganze Himmelszelt, von links nach rechts, von vielen tausend Sternen umrahmt. Sternschnuppen fliegen hindurch, ohne die Partitur zu beschädigen. Ab und zu taucht ein Komet aus den Weiten des Alls auf und verschwindet wieder, so plötzlich wie er gekommen ist. Die blinkenden Sterne stellen die riesige Zuhörerschar und pulsieren ungeduldig bis die ersten Töne und Klänge am Firmament erklingen. Das Firmament wechselt seine Farbe von schwarz nach dunkelblau, in voller Ungeduld auf die zu erwartende Klangsymphonie.
In den fünf Linien des Systems stehen Noten und ich springe freudig, der Melodie und den sphärischen Akkordklängen folgend, von einem Ton zu einem Anderen. Ich schwebe in einem Dreiklang, manchmal auch Vierklang, durchdringe ihn, verharre und schieße dann auf den nächsten Akkord zu. Der Takt wechselt im Rhythmus der pulsierenden Sterne, Synkopen und Triolen geben sich ein Stelldichein und Vorhalte und Auftakte drängeln sich dazu. Der Rhythmus nimmt den Herzschlag an, der auch im Universum zu finden ist. Ich verschmelze wieder mit der Melodie und wandere dann in den niemals endenden Kosmos. Ab und an hört man mich in den Myriaden von Galaxien. Mein Gesang erreicht kosmische Dimension, er schwillt in Form eines megagroßen Schreies im lautlosen Weltall an, der Schall wird aber nur in den Atmosphären der Planeten reflektiert. Denn nur hier kann sich die "imens" große Luftschallblase entladen, wie ein 100 000 Volt Blitz, der auf unserem blauen Globus, des Öfteren, bei einem Unwetter, einschlägt.
Und die schwarzen Löcher können die Klang- und Schallflut nicht aufsaugen. So mächtig ist die Musik, das sie sich spiralförmig immer weiter dreht, und irgendwann die entferntesten Welten erreicht und überflutet wie eine Springflut oder ein großer Tsunami!

Musik ist ein großer Teil meiner Seele. Mit jeder Faser meines Körpers spüre ich, höre ich, komponiere, singe und spiele ich sie!!!
>>> Ende <<<
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