
die ersten Agathroner
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Die Legende der ersten Agathroniser
Einleitung

Die ersten Agathroner nannten sich Atlanatoniser. Dieser Name wurde aber im Laufe der Sonnenumläufe immer wieder geändert und anders überliefert.
Was die Agathroner nicht erfuhren, die Nachfahren der Atlanatoniser sind die Delfine und Wale. Wie es dazu kam, liest man in dieser Legende.
In den Bergen waren sie ungestört. Hier konnte man forschen und Tests durchführen. Auf zwei Gebieten waren große durchschlagende Erfolge zu verzeichnen.
Zell - und Genmanipulation und Atomspaltung für die Nutzung als Energiequelle.
Riesenmenschen entstanden mit einem Auge. Sehr stark, aber ohne große Intelligenz. Dann gab es Versuche und Züchtungen mit Pferden. Das Resultat: weiße Pferde mit einem 40 cm Horn auf der Stirn. Pferde mit großen Flügeln. Menschen ohne Beine dafür mit dem Körper eines Pferdes. Dinosaurier wurden mit Riesenfledermäusen und Adlern gekreuzt, das Ergebnis waren riesengroße Drachen auf denen man reiten, fliegen und kämpfen konnte.
Schmetterlinge wurden mit einer Flügelspannweite von 2 Metern gezüchtet. Adler wurden so groß wie Elefanten. Elefanten waren Nutztiere, also wuchs ihnen durch Genmanipulation ein dritter Stoßzahn. Libellen wurden ebenfalls Genmanipuliert und zu 10 cm großen Wesen umgewandelt.
Männer und Frauen aber behielten ihre körperliche Form. Sie entwickelten paranormale Fähigkeiten, wie Telekinese. Sie konnten sich und andere Dinge per Gedankenkraft bewegen. Atom -und Zellverwandler. Die Besten von ihnen konnten die Elemente und Natur beeinflussen und sich an einen anderen Ort transportieren.
Das war der Höhepunkt der Forschung. Und durch falschgeleiteten Ehrgeiz begann das Unglück für sie. Sie forschten ohne Rücksichtnahme und über die Konsequenzen der Versuche.
1. Verwandlung
Erster Tag des tausensten Sonnenumlaufs:
Namoor war aufgeregt und ungeduldig. Heute war der Tag X! Heute würde das Größte aller Experimente stattfinden. Der Akkumulator sollte mit Atomenergie aufgeladen werden und dann die ganze Stadt b.z.w. Forschungsstation mit Energie versorgen. Es gestaltete sich sowieso schwierig genügend Energie durch die Solaranzapfer zu bekommen.
Ja, Heute war der Tag. Er würde in die Geschichte eingehen. Endlich!
Alle Wissenschaftler, Professoren und Forscher begaben sich auf ihre Plätze. Es wurde still, kein Laut war zu hören, außer das laute Summen der Solaranzapfer. Langsam aber stetig stieg das Summen an. Immer lauter hallte es durch die Räume und Hallen. Die Luft fing an zu vibrieren und zu wabern. Man konnte sein eigenes Wort nicht verstehen. Zusätzlich hörte man ein Knistern. Der Akkumulator veränderte seine Farbe von Rot, über gelb, zu blau und am Ende zu weiß. Das weiß wurde so grell, das viele erblindeten. Durch die Schwingungen des Akkumulators wurde ein kleines Erdbeben ausgelöst. Wieder einige wurden vom Steinschlag erschlagen, andere verschüttet.
( Atlantanosis - das Experiment - I. )
Atlantanosis - das Experiment - I..mp3
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Durch die geballte Energieladung zersprangen in den Laboren die Reagenzgläser und die Schälchen mit den angelegten Zellkulturen. Die Moleküle der festen und der organischen Materie vereinigten sich und bildeten neue Formen.
In der Zwischenzeit pulsierte der Akkumulator immer heftiger und die Schallwellen drangen in die Ohren und Gehirn, der letzten, noch lebenden Atlantanosier, ein. Diese wanden sich vor Schmerzen windend auf dem Boden. Ihre Münder waren weit aufgerissen, aber bei der vorherrschenden Lautstärke, waren sie nicht zu hören. Materie,
Elemente und Energie vermischten sich. Jetzt schwoll der Schrei der gepeinigten Atlanatosier weiter an. Er war so intensiv, das er von Raumfahrern in Milliarden Lichtjahren Entfernung noch zu spüren und hören war. Einige Körper entmaterialisierten, andere verbrannten und die dritten veränderten ihre Form. Das waren diejenigen die mit Wasser in Berührung gerieten.
( Atlantanosis - Metamorphose - II. )
Eine gewaltige Explosion zerstörte die Bergregion und begrub die Gebäude auf dem Grund des nun größeren Kratersees. Die Gebäude, die wieter entfernt standen, blieben von der Katastrophe verschont. Die Schockwelle stieg in den Weltraum und breitete sich kreisförmig immer schneller werdend in der Galaxis aus. Dann zur benachbarten Galaxis und immer tiefer in das Universum.
Schließlich wurde die Schockwelle von einem schwarzen Loch aufgesogen und trat dann 25242 Lichtjahre von Agathron entfernt aus einem Wurmloch wieder hervor. Der Schrei der ersten Agathroniser war auf der Schockwelle gereist. Da waren aber schon ein paar tausend Sonnenumläufe vergangen. Und ein Planet von Aliens explodierte zur selben Zeit. So dass sich die Todesschreie beider Rassen mischten. Und man schrieb bei diesem Ereignis, auf Agathron, den 85 Tag der 10.500 Sonnenwende.
Was hatte es nun mit den Delfinen und Walen auf sich?
Die Agathroniser, die nicht verdampften oder entmaterialisierten wurden durch die freigesetzte Strahlung des Akkumulators und die angelegten Zellkulturen verwandelt. Sie nahmen die Form von Fischen an. Entweder verwandelten sie sich in zwei bis vier Meter oder bis zu 20 Meter große Wasserwesen. Alle von ihnen atmeten durch Lungen, wie die Menschen. Durch die Materieverschiebung landeten sie im großen Kratersee und waren hier von der Außenwelt abgeschnitten. Das Element Wasser wurde nun zu ihrem neuen Lebensraum. Und niemand ahnte, dass sie Nachfahren der ersten Agathroniser sind. Was man weiß, sie sind intelligent und besitzen eine eigene Sprache.
In der neuen Zeit suchen sie die Nähe von den Menschen oder retten sie sogar vor dem Ertrinken. Manchmal therapieren sie auch. Aber dann begann ihr großes Sterben. Die Wale und Delfine lagen tot an den Ufergestaden. Es gab keine Erklärung für das Massensterben.
2. Neue Umgebung
Irgendetwas hatte ihn und die Umgebung verändert. Er spürte keine Schmerzen mehr. Die waren vorbei. Keine lauten Töne mehr. Ein kühles Nass umgab ihn und er spürte sein Körpergewicht nicht mehr. Er schwebte so durch das Element, das ihn umgab .Er war wie berauscht. Schwerelos, als wenn er flog. Ab und zu schwamm er an die Oberfläche und holte tief Luft und tauchte wieder in die Tiefe. Das gefiel ihm. So verbrachte er eine lange Zeitspanne.
( Atlantanosis - Echomeer - III. )
Atlantanosis - Echomeer- III..mp3
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Der Kratersee lag im hellen Sonnenschein und die Wellen bewegten sich langsam hin und her. An einigen Stellen kräuselte sich das Wasser. Durch viele kleine Öffnungen, kleiner als die Masse der Delfine, drang das Meereswasser in den See hinein. Auf dem Kraterboden, so ungefähr, in der Mitte, floss er wieder ab. Aber die Säuger konnten dieses Refugium nicht verlassen.
Wind wehte und die Wellen bewegten sich ein wenig mehr. Das Wasser war von chemischen Rückständen nicht belastet. Der Sauerstoffgehalt war normal. Ein gesundes Gewässer.
( Atlantanosis - Wellental - IV. )
Atlantanosis - Wellental - IV..mp3
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Der Wind blies stärker und die Wellen türmten sich langsam in fünf dann zehn Metern Höhe auf. Von Kamm glitt er ins Wellental. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf der Oberfläche wieder und er ließ sich, nur von den Wogen getragen, treiben. Manchmal schlug die Gischt über ihn zusammen, das erzeugte ein angenehmes Gefühl in ihm. Er blies das Wasser durch seine Luftöffnung hoch in den Himmel und legte sich auf die Seite um das Schauspiel der Wasserfontäne anzusehen. Wolken zogen auf und verdunkelten die Sonne. Immer stärker bewegte sich das Wasser. Die Wellenberge türmten sich immer höher auf dem Kratersee auf. Ein Blitz leuchtete am Horizont und wenige Augenblicke später hörte man das Donnergrollen über dem See rasen. Als der Blitz ein zweites Mal in Wasseroberfläche eindrang, hatte er genug von dem Naturschauspiel und tauchte ab. Seine Schwanzflosse schlug kräftig auf und ab, schnell erreichte er den Boden. Es war still und dunkel hier, nur von oben schimmerte das Tageslicht an der Wasseroberfläche schwach herunter. Dicht unter der Oberfläche schwamm ein großer Schwarm von kleinen Fischen. Frühstück! Dachte er, aber dann hielt er inne, es war doch kein Hunger zu verspüren. Die Fische zogen weiter. Wieder war er alleine. In seinem Gehirn entstand die Idee nach seinen Artgenossen zu suchen. Er beschloss dies zu tun.
Nun begab er sich auf die Suche. Auf die Suche nach Seinesgleichen. Er durchquerte das Gewässer und bald wurde seine Suche belohnt. Er traf auf sie. Die Rufe hörte er schon von weitem und antwortete ungeduldig. Immer schneller schlug seine Schwanzflosse und er schoss auf seine Artgenossen zu. Er konnte es nicht erwarten ihren zu begegnen.
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3. Begegnung
Eine kleine Gruppe tauchte aus der Dunkelheit vor ihm auf. Es waren an die zwanzig Wale. Mit ihren Gesängen begrüßten sie einander. Vorsichtig begegneten sich die riesigen Wesen. Aufeinander schwamm man zu, umkreiste den Artgenossen, betrachtete die Fluke und Schwanzflosse und blickte sich in die Augen. Alle waren friedlich. Man beschloss zusammen zu bleiben. Jeder suchte sich einen Partner und so glitten sie zusammen durch die Fluten.
( Atlantanosis - Gezeitenwandler - V. )
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In der Gruppe erforschten sie den ganzen Kratersee. Die Uferränder wechselten von Gestein zu Sand. Seetang, Anemonen und Farnwälder wuchsen verstreut. So konnten sie mit Krill und Fischen auf eine ausgewogene Nahrung zurückgreifen. Die Fischbestände waren riesig. Kein Killerfisch trieb hier sein Unwesen. Der Boden war eben und wies keine Verunreinigungen auf. Der Sand zeigte wellenförmige Formen. Die Wassertemperatur war überall, an der Oberfläche oder in der Tiefe, angenehm.
Sie trafen auf Delfine, die mit Klicklauten aus dem Wasser sprangen und Loopings drehten. Dann schossen sie wieder mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Fluten. Sie schwammen neben den Flanken der friedlichen Riesen. Sie waren verspielt und es bereitete ihnen sichtlichen Spaß, die Wale zu foppen.
Die Delfine schlossen sich der Walgruppe an. Die Gruppe zählte nun 45 Wesen. Bald erkannte man, dass der Lebensraum nicht für lange Zeit ausreichen würde. Also beschloss man einen Weg zu finden, diese Region zu verlassen.
4.Tod!
Der Todesschrei war weit ins All zu hören. Der Weltraum war lautlos, aber in den Köpfen der Astronauten explodierte er. Millionen von Wesen wurden auf einen Schlag getötet. Die Lebewesen verschmolzen zu einem Kollektiv und es entstand ein geballter, komprimierter Todesschrei. So stark, dass dieser bis in die Tiefen des Hyperraums vordrang. Und nur weil ein paar Wissenschaftler ein Experiment durchführten. Ohne auf Konsequenzen zu achten und mit katastrophalen Ausmaßen.
(Atlantanosis - im All - VIII. )
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Wie kleinste Partikel schweben sie nun durch den Kosmos. Auf einer Reise in den Weiten des lautlosen und kalten Weltraums. Vorbei an Sonnen, Wurmlöchern und schwarzen Löchern. Durch Gas- und elektro- magnetischen Wolken. Treffen sie auf Kometen und Asteroiden. Kreuzen Planeten und Monde auf ihren Umlaufbahnen, werden dort kurz im Orbit geparkt. Bis sie durch die Gravitation angeschoben, wieder auf die endlose Reise durch die Weiten gehen. Begegnen Gasriesen und rotierende Gesteinsbrocken. Treffen auf Sternenstaub, durchdringen ihn und nehmen ein paar Atome auf. Treiben zwischen blinkenden und glühenden Sternen. Im Hyperspace und dann auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Auf einem Kurs durch die Milchstraße. Von Galaxie zu Galaxie gleiten, bis an den Rand des Universums. Für immer und ewig im Universum gefangen.
5. Auf dem Weg
( Atlantanosis - Departure - VII. )
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Die Delfine erklärten sich bereit, einen Weg aus diesem Kratersee zu suchen. Sie schwammen in alle Richtungen davon und waren bald verschwunden.
Lange Zeit warteten die Wale, sie wurden schon ungeduldig, dann erschienen die Delfine wieder. Sie erklärten, dass es nur kleine Öffnungen gab. Kein Wal oder Delfin konnte auf diesem Weg den Krater verlassen. Die Gruppe erschien ratlos.
Da kam ihnen der Zufall zu Hilfe. Der größte Wal war von der Nachricht sichtlich frustriert und schlug seine Schwanzflosse gegen einen Unterwasserberg. Dieser löste sich zum Teil auf. Bei der Wucht des Schlages brachen selbst Steine.
Die Delfine führten den Riesen zu dem Zulauf und der Wal holte mit seiner Schwanzflosse aus und bearbeite das Unterwassergestein. Eine Unterwasserstaubwolke verdeckte die Sicht. Die Steine bewegten sich. Langsam verbreitete sich die Öffnung. Der Wal verstärkte seine Anstrengungen. Die Öffnung erreichte einen Durchmesser von einem Meter. Das reichte aber immer noch nicht aus. Der große Wal ließ ab, schwamm weg und in großer Entfernung nahm er Fahrt auf und raste in die Öffnung hinein. Sein Maul und Kopf drangen tief in den Zulauf ein. Er hatte Schwierigkeiten sich zu lösen, mit einem Ruck gelang es und er war wieder frei. Der Durchgang reichte nun aus.
Ein Wal und ein Delfin wurden als Kundschafter vorgeschickt.
6. Erscheinen!
( Atlantanosis - Klangflut - VI. )
Atlantanosis - Klangflut - VI..mp3
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25 Meter großer Körper und 3 Meter großes Maul. So war er! So groß gewachsen. Der Schrecken des Meeres. Seine Sensoren ertasteten kein Futter im Umkreis von 20 Kilometern. Lautlos glitt er durch das Wasser. Er hatte Hunger, seine Fressgier war unermesslich. Da tauchten zwei Appetithappen auf. Schnell schlug er mit seinem Schwanzende und erreichte seine Mahlzeit. Ehe sich der Wal und der Delfin versahen wurden sie verspeist.
Man wartete lange auf die Kundschafter, doch sie blieben verschollen. Etwas stimmte nicht! Man schickte neue Kundschafter los. Diese sollten aber äußerst vorsichtig sein.
Ende des V. Teils
(Auszug aus dem fünften Teil - wird fortgesetzt)
Atlantanosis - Metamorphose - II..mp3
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