Das Angebot

 

 

 

 

Ich möchte Euch von einer seltsamen Begegnung berichten, interpretiert selbst:

 

Am Dienstag um 17 Uhr 05 saß ich vor einem Cafe`. In der Einkaufsstraße herrschte reger Betrieb. Die Passanten kamen und gingen. Es war ein  sonnig warmer Nachmittag. Ich trank gerade einen Becher Kaffee und sah den schönen Frauen nach, die an mir vorbei gingen. Plötzlich wurde es dunkler und ein wenig kühler.

Vor mir stand ein Mann in dunkler Kleidung, so etwa 55 Jahre alt. Er trug einen Hut, ebenfalls dunkel.  Seine Größe würde ich auf ca. 1,93 m schätzen. Der setzte sich zu mir an den Tisch, holte eine Zigarre aus einem Etui, zündete sie an, blies den Rauch in meine Richtung  und sagte:

 

 

Hallo und einen schönen guten Tag wünsche ich. Darf ich mich zu Ihnen setzten?  Er setzte sich ohne Aufforderung.

Sie werden mich nicht kennen, aber ihre Person ist mir angenehm aufgefallen. Ich habe Sie schon eine längere Zeit beobachtet und möchte Ihnen ein lukratives Geschäft vorschlagen. Wir müssen nur einen Vertrag abschießen, der uns geschäftlich aneinander bindet. Es wäre sehr nett, wenn Sie für mich arbeiten würden. Wenn Sie hart arbeiten und viel für mich einsammeln können sie eine steile Karriere bei mir durchlaufen. Im Vertrauen, ich suche noch einen Stellvertreter, der mein Geschäft mit mir teilt.

 

 

Ich trank einen Schluck und hörte gebannt weiter zu.

 

 

Die Entlohnung ist größer als Sie sich vorstellen können. Es boomt in der Branche. Sie werden viel auf Reisen in allen Kontinenten sein. Sie werden viele Menschen kennen lernen und mit einigen eine Geschäftsverbindung vereinbaren. Sie werden des Öfteren mit Stammkunden kommunizieren. Lange Rede, kurzer Sinn, Sie werden mit mir und dem Job viel Spaß haben.

Verwaltungsaufgaben haben Sie auch. Dafür stelle ich Ihnen ein Büro zur Verfügung. Es hat einen guten Ausblick und liegt gleich neben dem meinem. Beheizt ist es auch, wenn es mal kalt wird. Das kommt aber selten oder vielmehr nie vor.

 

Ich setzte mich vor und lauschte seinen Worten.

 

 

 

mir gefällt an Ihnen:

 

 

 

 

Ihre Freundlichkeit

Ihre Warmherzigkeit und Güte

Ihr Engagement

Ihre Einsatzbereitschaft

Ihre Kompetenz

Ihr Spaß an der Arbeit

Ihr Enthusiasmus

Ihre Treue und Loyalität

Und Ihre Beharrlichkeit

 

 

 

Ach, ich vergaß - Ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name lautet:  R e f   I z u l.

 

 

Er gab mir seine Visitenkarte.

 

 

Überlegen Sie sich mein Angebot, so eine Chance bekommen Sie nie wieder. Ich will Sie nicht unter Druck setzen, denn wenn Sie in meine Firma eintreten, werden wir für einige Jahre zusammen arbeiten. Also, lassen Sie sich Zeit. Ich habe Zeit, sehr viel Zeit! Ich kann warten, im Geduld haben bin ich sehr gut. Ich werde Sie wieder kontaktieren. Überlegen Sie genau, denn der Job wird für Sie eine große Herausforderung sein und wir werden für eine lange, nein, wenn Sie hart arbeiten, für eine sehr lange Zeit das Geschäft betreiben.

Ich arbeite übrigens mit Provision. Für gute Arbeit, gibt es Sonderentlohnung.

Auf Wiedersehen und das nehme ich wörtlich!

 

Der fremde Mann stand auf, lüftete kurz seinen Hut, machte auf dem Absatz

kehrt und verschwand aus meinem Blickfeld. Der Tabak in seine Zigarre verglomm im Aschenbecher und stank erbärmlich.

 

 

Seine Worte, mit seiner tiefen Stimme, klangen noch in meinen Ohren. Irgendwie war ich benommen.

Aber, er ist nicht zu mir gekommen und seine Visitenkarte zerbröselte.

Ich warte bis Heute noch ganz gespannt, wann der Herr mich wiedertreffen wird. Er hat sich scheinbar in Rauch aufgelöst.

 

Irgendwie erinnerte er mich an den Mann aus dem Needful Things Shop, von Steven King.

 

 

 

Das Schaummonster

 

 

 

 

 

Die Werbung versprach, nur eine gestrichene Kappe voll in den Feudeleimer mit 10 Liter Wasser. Das reichte völlig aus. Die Farbe war giftgrün und roch ein wenig nach Wald. Irgendwie sehr angenehm.

 

 

 

Später im Bett überlegte ich mir, wie ich noch effektiver Putzen und wie ich den Extrakt benutzen konnte.

 

 

Acht Stunden Zeit hatte ich für meinen Plan und ich legte los.

Der Feudeleimer war schon vorbereitet. Er stand auf dem Küchenboden vor der Spüle. Gerade nahm ich den Schuber, als das Telefon klingelte. Widerwillig lief ich hin. Es war meine Freundin und wir quatschten über alles und nichts.

 

 

 

Wieder eine Kappevoll und los ging’s. Ich feudelte die Fliesen im Keller und dann die Kellertreppe.

In der Zwischenzeit quoll der weiße Schaum aus der Spüle, langsam, ganz langsam, aber stetig. Ich wollte mir neues Wasser und Extrakt holen und lief zur Küche. Dort angekommen sah ich die Bescherung. Mit dem  Wasser aus dem Feudeleimer und dem Wasserhahn spülte ich den Schaum fort, so dachte ich. Weit gefehlt! Als ich vom Dachgeschoss herunter kam, sah ich es schon durch die offene Küchentür.

Die Fliesen waren voller Schaum! Ich war sauer, nun musste ich die Küche noch einmal feudeln. Gerade hatte ich alles weggewischt und in die Spüle gekippt, da gluckste und rülpste es aus ihr. Aus dem Abfluss wird gleich der Schaum quellen, dachte ich. Und richtig, es ging los! Aber dieses Mal floss er schneller. Verärgert verließ ich die Küche und schlug die Tür heftig zu. Der Schaum quoll unter der Tür hervor. Ich holte ein Bettlaken und verstopfte die Tür so gut ich konnte. Ein Glück, es hatte aufgehört.

 

Von der Kellertreppe kroch weißer, nach Wald riechender Schaum herauf. Aus dem Gäste WC hörte ich auch schon die Geräusche. Wieder holte ich ein Laken und stopfte es unter die Tür. Mein Blick wanderte noch zur Küchentür, aber die war durch das Laken davor nicht mit Schaum bedeckt. Ich atmete auf.

Ich griff mir den Schrubber und wollte den Schaum die Kellertreppe herunter schieben. Vergebens! Er kam schnell wieder heraufgekrochen. Allmählich bekam ich Angst. Und Henry würde erst in drei Stunden von der Arbeit kommen.

Wieder schob ich den Schaum. Ein zweckloses Unterfangen! Und er verfolgte mich! Als wenn er ein Eigenleben hatte, folgte er mir, überallhin. Henry war nicht da und ich war auf mich alleine gestellt. Aus dem Haus hätte ich rennen können, aber auf diese Idee kam ich nicht. Ich lief dafür die Dachgeschosstreppe rauf. Der Schaum folgte.

Ein Blick ins Badezimmer zeigte, das auch hier der Schaum aus dem Ausguss quoll. Noch einmal schloss ich die Tür und verstopfte die Öffnungen.

Von dem Schaum wurde ich vorwärts getrieben. Ich schlüpfte ins Schlafzimmer und schmiss die Tür zu. Wieder ein Laken, so das war’s! So dachte ich.

 

 

 

Ich warf mich auf’s Bett und überlegte, wie ich entkommen konnte.

Das Fenster! Ja, aus dem Fenster springen. So hoch war es nicht. Draußen war Rasen unter dem Fenster. Das würde klappen.

 

 

Ich hörte ein mehrfaches Splittern. Das waren die Türen. Die Schlafzimmertür fiel einfach ins Zimmer und der Schaum kroch auf mich zu. Am Bett angekommen verharrte er einen Augenblick und dann kroch er auf das Bett. Als er meine Haut berührte, schmatzte und gluckste er. Dann quoll er von allen Seinen auf mich zu und schloss mich ein. Überall spürte ich ihn. Er kroch auf meinen Körper, über meine Schenkel und über meine Brüste. Dann zog er sich wieder zurück. Dabei schmatzte und gluckste er wieder. Der Schaum hatte mein T-Shirt und meine Jeans nass gemacht. Und wieder kam er über mich, zog sich zurück, wieder und wieder.

 

Warum konnte ich vom putzen nicht genug bekommen? Nun hatte ich die Quittung dafür bekommen. Ich ärgerte mich über mich selbst.

Aber nun war es zu spät! Ich wartete auf die nächste Schaumwelle.

 

 

Es klingelte an der Haustür. Ich war eingeschlafen und lag auf dem Sofa im Wohnzimmer. Ich hatte nur geträumt!

 

Schnell sprang ich auf und lief zur Tür. Draußen stand Henry und er lächelte mich an: > Überraschung, ich habe Dir etwas mitgebracht. Was Du Dir schon lange erwünschst hast. < Er hielt Hände versteckt auf dem Rücken. Dann mit einer Zeremonie zeigte er seine Überraschung.

Es war, es war eine weiße Flasche mit grüner Flüssigkeit. Der Extrakt aus der Werbung! Henry drehte am Verschluss: > Riech

Mal! < Mit einem Aufschrei riss ich ihm die Flasche aus der Hand, lief in den Vorgarten, holte weit aus und warf sie mit einem gewaltigem Schrei fort. Sie landete auf der anderen Straßenseite, auf dem Gullideckel.

 

 

Verständnislos sah mich Henry an. Ich erzählte ihm von meinem Traum. Nun begriff er.

 

 

 

Wind kam auf und blies. Die Flasche wurde hin und her bewegt. Der  Deckel sprang ab und der grüne, nein der giftgrüne Extrakt lief in die Kanalisation. Langsam, mal mehr, mal weniger schnell. Nichts hielt ihn auf. Es schmatzte und gluckste unten im Kanaltunnel.

 

Ein Blitz schlug ein, der Donner folgte, durch den Wind peitschte der Regen und dann kam ein Sturzbach aus dem Himmel. Wie die Sinnflut schoss der Regen herab. Überall die Gullies das Regenwasser auf. Erst ein Rinnsal, dann ein Sturzbach und am Ende wie eine Springflut. Die Gullies schafften es nicht, die Wassermenge schnell abfließen zu lassen. Bald hörte der Regen auf.

Wenig später kroch ein weißer Schaum aus der Kanalisation. Aus jeder Öffnung kroch er hervor. Er quoll ganz langsam, äußerst langsam. Er quoll und quoll. Ja, er quoll immer weiter...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

>>> Ende <<<

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie Du mir – so ich Dir!

 

 

 

 

 

 

Wissen Sie was noch schlimmer ist als der Tod? Nein? Dann erzähle ich es Ihnen.

 

 

Ich hatte ein Date mit einer mega, superstarken Frau. Sie war eine Tigerin. Sie wirkte so sexy, das alle Männer,  mit denen ich gesprochen hatte,  eine Nacht mit ihr verbringen wollten. Aber sie wählte die Männer aus, die mit ihr gingen. Nicht die Männer! Man munkelte über ihre Praktiken und das so mancher dabei starb. Bei ihr, wenn sie so richtig in Fahrt war. Ja, so richtig in Fahrt.

 

 

Wie dem auch sei, ich hatte ein Date mit ihr! Meine Freunde waren neidisch. Durch ihre langen Beine und ihre Oberweite machte sie alle ganz nervös. Wir gingen also zu ihr nach Hause. Schon an der Tür wollte ich sie küssen. Sie schob mich sanft zurück >Langsam Burschi, < sagte sie.

Sie sah mir ganz tief in die Augen und fragte mit einer ziemlich eindeutigen Stimme, ob ich was dagegen hätte, wenn wir zu erst in ihren Keller gehen würden. Dort wartete eine riesige Überraschung auf mich. Ich hätte sie am Liebsten schon hier, ihr wisst schon was, aber ich war neugierig und sagte warum nicht.

Ich folgte ihr in den Keller ihres Hauses. Sie öffnete die Tür und ein kleiner, in rotgetauchtem Licht getauchter, Raum zeigte sich. In der Mitte stand ein Bett, rechts und links ein Deckenfluter und in den Ecken zwei große Lautsprecherboxen. Aus ihnen erklang Musik. Ich nahm sie aber nicht wahr. Sie sah mich wieder an, setzte sich auf das Bett und öffnete zwei Knöpfe ihrer Bluse. Ganz schnell saß ich neben ihr. Ich dachte jetzt geht es los!

 

 

> Leg Dich hin und schließe Deine Augen, dann kommt die Überraschung. <

So schnell habe ich noch nie auf einem Bett gelegen und die Augen geschlossen. Und ... es klackte zweimal und ich spürte etwas an meinen Handgelenken. Es waren Handschellen! Ich dachte jetzt geht die Post ab. Sie knöpfte mein Hemd auf und zog es mir aus, dann küsste sie noch meine Brust.

 

 

> Nun mein Süßer wünsch’ ich Dir eine schöne gute Nacht, die Du nie mehr im Leben vergessen wirst. < > Warum? Was ist los? <

> Was los ist? Ihr Männer widert mich an. Ihr wollt nur vögeln. Ihr grapscht und macht mich an. Ihr seid nur geil auf meinen Körper. Aber das, dass werde ich Euch austreiben! < schrie sie fast.

> Und nun, viel Spaß. Morgenfrüh komme ich wieder und löse Deine Fesseln. <

 

 

Ich war verblüfft und verwundert. Dann stach mich etwas. Und auf meinem Körper liefen Wanzen herum und spielten: ich habe die leckerste Stelle. Es Kreuchte und Fleuchte über mich herum. Dann spürte ich Flöhe. Sie zwickten und Zwackten mich. Ein Flohzirkus, aber nicht in der Manege, sondern auf meiner Brust. Und ich konnte mich nicht wehren, geschweige denn kratzen. Es war unerträglich.

Aber das war noch nicht alles. Das Licht verlosch langsam. Ich hörte ein Geräusch in der Decke über mir. Eine Öffnung wurde aufgezogen und es fielen Kakalaken und Schaben herunter. Genau auf mein Bett, auf meine Füße. Ich begann zu strampeln und zu treten. Plötzlich war es Dunkel. Nach einem Augenblick verschärften sich meine Sinne. Mein Gehör, mein Tast und mein Geruchssinn wurden intensiver. Ich kämpfte im Dunkeln gegen eine Übermacht.

Nur mit den Beinen erwischte ich so manche von den Insekten.

 

Aber letzt endlich bissen, kratzten, saugten und stachen die Viecher mich bis zur Bewusstlosigkeit. Mein Schmerzempfinden setzte sich herab und ich überlegte nur noch wie ich mich rächen konnte. Denn

wenn ich nicht sterben würde, das hatte sie gesagt, dann vergesse ich diese Nacht nie mehr in meinem Leben. Meine Wut schwoll an. Und wieder zertrat ich ein Teil der Brut mit meinen Füßen. Welch ein Glück, ich hatte meine Schuhe noch an. Und die Hacken waren gerade vom Schuster gerichtet und mit Metal versehen worden. Ich konnte die Panzer knacken hören. Das Bett bestand zum Glück aus Holz und gab nicht nach, wenn ich dagegen trat. Die Angst um meine edelsten Teile, ließen mich zum Löwen werden. Ich kämpfte mit übermächtigen Kräften. Auch drehen und wenden konnte ich mich immer besser. Eine Kakerlake schaffte es bis zu meinem Kinn. Im richtigen Moment öffnete ich den Mund und zerbiss das Vieh mit meinen Zähnen. Nur gegen die Flöhe und Wanzen, da hatte ich keine Chance. Sie vergnügten sich weiter an und auf mir. Ich schwor grausame Rache!

 

 

Irgendwann schlief ich ein, da waren die Kakalaken und Schaben schon alle erledigt. Als ich erwachte, lag ein riesiger Friedhof der Insekten am Fußende des Bettes. Es war kein Friedhof der Kuscheltiere, sondern ... ! Die Schlacht hatten die Insekten verloren. Alle Panzer waren von mir geknackt worden.

 

 

Ja, und dann kam sie wieder, meine Königin! Auf die ich so gewartet hatte. Mein Täubchen. Ich war über ihr Erscheinen doch sehr erfreut. Mein Hascherl! Ich hatte so gewartet.

 

> Na, hattest Du eine schöne Nacht, mein Süßer? < Ich tat so als wenn ich gerade wach wurde und tat sehr benommen.

> Hast Du gut geschlafen? < fragte sie ein zweites Mal. Ignorierte die Insekten am Fußende und löste die Handschellen. Erst die Eine und dann die Andere. Sie hatte Schadenfreude. Ich beherrschte mich. Mein Körper zeigte viele Verletzungen. Meine Wut wuchs ins Unermessliche und dann brach der Löwe in mir aus!

 

 

So schnell konnte sie nicht reagieren. Es machte klack und ihre Hand war gefesselt. So und nun kam der Clou! Ich fesselte ihren Fuß. Sie musste quer im Bett liegen. Es war eine sehr ungemütliche Haltung.

Sie wusste was nun kommen würde, aber sie war stark, stolz und schrie nicht. Ich näherte mich ihr mit einem fiesen Grinsen und streckte meine Hände nach ihrer Bluse aus. Ich berührte die Knöpfe. Ihre Brut hob und senkte sich. Dann berührte ich ihre Brüste, grinste sie noch einmal an und zog dann meine Hände zurück. Ohne das Vorhaben auszuführen, wie mein eigentlich war. Ihr Gesicht lief nicht nur rot, sondern blau an. Man konnte meinen, dass ihr Kopf explodieren würde.

 

 

Ich verfließ den Raum und suchte nach dem Mechanismus, der die Tiere freisetzte. Schnell fand ich ihn und drückte mit Genuss auf den Knopf.

Ich ging ins Zimmer zurück, setzte mich ein bisschen abseits und sah ihr in die Augen und verfolgte das abscheuliche Schauspiel.

> Wie Du mir – so ich Dir! < erklärte ich  mit einem Lächeln und sah mir die Show lange, ja sehr lange an.

 

 

 

 

 

>>> Ende <<<

 

 

 Die Hölle auf Erden

 

Schlaflosigkeit, das ist man gewohnt, sie kann aber auch gefährlich werden. Es fängt ganz harmlos an und man erwacht nachts so gegen 2:30 Uhr. Schnell schläft man beim ersten Mal wieder ein. Dieses ereignet sich  ein paar Mal. Im Zeitraum von einer Woche.

 

In der nächsten Nacht wacht man wieder zu der Selben Stunde auf, aber nun hört man ein surrendes Geräusch. Doch man schläft dann schnell wieder ein.

 

In der folgenden Nacht schläft man noch unruhiger. Wieder nimmt man das Surren im leichten Schlaf wahr. Es beginnt zu stören.

 

Wieder wacht man in der darauf folgenden Nacht auf, wieder um die selbe Zeit ( 2:30 Uhr ). Man erblickt das Telefon, das auf dem Nachttisch neben dem Bett steht. Damit man das Display nicht mehr sehen kann, wird es um gedreht. So können die Funkstrahlen einen nicht erreichen und durchdringen. Man schläft unruhig wieder ein. Kein Elektrosmog mehr!

 

Wieder die gleiche Uhrzeit in der darauf kommenden Nacht. Das Surren ist lauter geworden und auch die Matratze scheint vor Hochspannung zu knistern. Das Blut beginnt in den Adern zu pochen und es breitet sich ein Gefühl aus, als wenn der Körper  zu kochen beginnt.  Langsam durchdringt dieses Gefühl den ganzen Körper. Man stößt das Telefon vom Nachtschrank herunter. Noch lässt es sich in diesem Zustand schlafen.

 

In der folgenden und letzten Nacht, wieder um die gleiche Zeit,

besteht das Bett, die Matratze, nur noch aus Hochspannung und

es knistert und surrt in einem fort. Man hat das Gefühl, dass man sich in einem Käfig befindet, wo sich die Elektrofunken einen Weg in den Körper bahnen. Und man nimmt seine Umwelt besonders gut wahr. Aus dem Keller hört man die Waschmaschine schleudern und den Trockner arbeiten. Ebenso in der Küche den Kühlschrank und die Geschirrspülmaschine. Die Luft im Schlafzimmer  rauscht und man nimmt den Bettnachbar extrem laut wahr. Der Elektrosmog verstärkt sich und die Elektrizität erfüllt das ganze Schlafzimmer.

Die Matratze, sie lädt den menschlichen Körper auf. Man fühlt wie die Strahlen den Körper durchdringen. Man möchte sich erheben, um dieser Pein auszuweichen. Das Surren, Rauschen und die Geräusche werden immer unerträglicher. Der Kreislauf kocht und der Blutdruck steigt. Die Atmung wird immer schneller. Die Matratze fesselt einen ans Bett. Das Surren wird immer lauter und bösartiger, wie ein Schwarm Wespen.

Der gepeinigte kann nicht aufstehen. Man wirft den Kopf hin und her, das verschafft  keine Linderung. Das Surren kreist im Raum herum. Darüber schläft man dann doch ein.

 

Am nächsten Morgen ist die Helligkeit des Tages noch heller und gleißender. Man hat einen Tunnelblick und hört die Umweltgeräusche wie in Watte gepackt. Auf dem Weg  nach fachlicher Hilfe, wirkt die Umgebung sehr unreal. Menschen, Straßen und Gebäude, alles wirkt fremd.

 

Dann endlich, unter ärztlicher Kontrolle! Ein Medikament eingenommen und man schläft wieder. Schlafen, tief und fest, ganz ruhig, ohne verschobene Wahrnehmung. Ja, endlich wieder schön ruhig schlafen! Man legt sich entspannt auf das Bett.

 

Man wacht um 0:00 Uhr auf und wandert über den langen und großen hellerleuchteten Flur, im Krankenhaus. Das Licht von der Decke drückt einen an die seitliche Wand. Man tastet sich vorwärts. Ganz langsam, weil das Licht einen behindert.

 

Der Pfleger kommt vorbei und sagt, dass ginge bald vorbei, man müsse erst auf das Medikament eingestellt sein. Er begleitet mich in mein Zimmer.

Wieder ins Bett und schlafen, erholsamen Schlaf nachholen, damit man völlig ausgeruht ist am daraufkommenden Tag. Die Wahrnehmung normalisiert sich. Wieder entspannt auf dem Bett schlafen.

 

Ich wusste nicht mehr, wie es ist, wenn man normal schlafen kann. Traumlos und körperlich ausgeruht. Kein Alp, keine Störung, nur

erquickender erholsamer Schlaf. Wie wichtig es doch ist, einen gesunden Schlaf zu erleben. Man fühlt sich wie ein neuer Mensch. Die Nerven beruhigen sich und man wird belastbarer.

Wenn die Phase überstanden ist, bekommt man eine Medikation, um der Schlaflosigkeit und der Wahrnehmungsverschiebung entgegen zu

wirken. Die „Pille“ muss für einen ziemlich langen Zeitraum eingenommen werden. Und man steht unter ärztlicher Kontrolle. Aber das ist ein kleines Übel. Und, man zu Hause bleiben, man muss nicht stationär behandelt werden.

 

                        Ist dann alles überstanden sagt man:

 

 

 

 Das war die Hölle auf Erden !!!

So etwas möchte ich nie wieder durchmachen. Ich wünsche es auch keinem Anderen, das zu erleben.

 

<<< Ende >>> 

 

 

 

 

                                                      die Überraschung

 

 

Es war Freitagabend, draußen regnete es in Strömen. Die Straßen waren nass und glitzerten von den Autoscheinwerfern. Alle Menschen auf der Straße beeilten sich ins Trockne zukommen. Wind kam auf und er peitschte den Regen über die Straße. Auf der Haut, der Gesichter, fühlte er sich unangenehm an. Ein Mann betrat die Kneipe, setzte sich an einen Tisch und sah zum Wirt. Vor ihm saßen zwei Männer und unterhielten sich. Manchmal lachten sie und prosteten sich zu. Auf der Theke stand schon eine Batterie von leeren Gläsern. Kampftrinken war angesagt. Der Wirt kannte das und war ganz gelassen, denn die Beiden hatten schon vorher eine bestimmte Summe angezahlt.

 

Je betrunkener sie wurden um so lauter hörte man ihre Stimmen im verrauchten Raum. Die Scherze wurden immer derber und die Gemüter erhitzten sich. Bis dem Wirt das reichte und er die Beiden rausschmiss. Inzwischen hatte der Regen aufgehört und die beiden Männer torkelten durch die Straßen, bis sie den Sonnenaufgang sahen und ihr Alkohol im Blut ein erträgliches Maß angenommen hatte.

 

> Komm mit! Ich will Dir eine Überraschung zeigen, < lockte der Eine von den Beiden. Der< Andere war neugierig und folgte willig.

Die Männer verließen die Stadt und erreichten das Land. In einer Kalkgrube kletterten sie auf und ab. Der Neugierige wurde schon ganz ungeduldig,  bis der andere Mann anhielt und mit einem seltsamen Blick etwas zu trinken anbot. Der Weg machte Durst und es wurde ein großer Schluck aus der Pulle genommen. Der Spender lachte und sein Trinkfreund viel um und schlief ein.  Nachdem er sich auf einen Stein gesetzt hatte. Legte er die Hand ans Kinn und überlegte eine lange Zeit, dann schnippte er mit den Fingern und erhob sich.  In der Nähe fand er ein kleines Arbeiterhäuschen und ging hinein. Nach kurzem Suchen, fand er eine Schaufel, nahm sie in die Hand und kehrte zu seinem Freund zurück.

 

So mein Freund, nun kommt die Überraschung. Worauf Du gewartet hast.< Der andere Mann schlief noch und konnte die Worte nicht hören. Die Schaufel drang in den Boden ein ...

 

Als der Schläfer erwachte, war etwas anders. Zuerst bemerkte er aber nicht was. Dann wollte er sich an der Nase kratzen, aber das funktionierte nicht. Weil – er war eingegraben! Eingegraben bis zum Kopf. Keine Möglichkeit sich zu befreien.

Sein Trinkkumpan vom Vorabend erschien und lachte.

 

Guten Morgen, hast Du gut geschlafen? Entschuldige Deine Unbeweglichkeit. Aber die muss sein. >

Der Erwachte war entsetzt. > Warum? < > Das fragst Du noch.

Du hast mich der Massen geschockt. < > Warum, ich habe Dich nicht beleidigt oder geärgert. <

 

> Du kennst doch Yvette. Sie hatte sich umgebracht. Nein, das wußtet Du nicht. Du hast mir von ihr berichtet. Du hast mir erzählt, was Du alles mit ihr angestellt hast. Du hast ganz genau, und haarklein darüber berichtet. Yvette war meine Tochter! Und nun wirst Du dafür bezahlen! <

 

Mit diesen Worten nahm er einen Pinsel und schmierte den Kopf und die Haare ein. Mit Honig, ja ganz gewöhnlichen Honig.

Der Eingeschmierte weitete die Augen und er konnte nun einen

Ameisenhügel erkennen. Ganz langsam kamen die Ameisen anmarschiert. Direkt auf ihn zu. Er schrie vor Angst und Wut.

 

> Ja, schrei nur, locke sie an, dann geht es schneller. Wenn Du Deinen Mund öffnest geht es noch schneller. Zuerst die Zunge, dann die Wangen von innen und so weiter. <

Mit diesen Worten verließ der rächende Vater den Ort des Grauens. Er drehte sich noch einmal um: > Was ich vergessen habe, die Ameisen sind vom Stamm der roten Waldameise. Besonders aggressiv und ihre Kieferzangen sehr scharf. Und erst die Säure, die sie versprühen. < Er lachte laut auf und ging.

 

Die Ameisen marschierten auf den Kopf zu, drangen in die Nasen- und Ohren Öffnungen ein und begannen mit ihrem Zerstörungswerk

Sie krochen durch die Haare bis auf die Kopfhaut und bohrten sich in den Schädel hinein. Nun fraßen sie sich durch die Augen. Das Finale begann! Der Mund stand offen und zu Hunderten drangen sie in die Speise – und Luftröhre ein. Zuerst der Honig und nun das Fleisch, ein herrliches Festmahl. Immer größer wurde die Flut der kleinen schwarzen Insekten, die den Körper bald aushöhlten und skelektierten.

Lange hörte der Vater noch das Schreien, es gab ihm Genugtuung. Nun war seine Tochter gerächt, und sie konnte in Frieden ruhen. Kein Mensch konnte ihn hören oder helfen. Es war so wieso zu spät dafür. Nur noch der Wind wehte und nichts außer dem Säuseln war zu hören. Es herrschte Totenstille.                                                               

 

 

 >>> Ende <<<

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Tisch, neben dem Aschenbecher, lag meine Zigarettenschachtel, ich griff nach ihr und dem Feuerzeug. Mit Genuss zündete ich mir eine an und blies den Rauch langsam aus. Die Füße legte ich auf das Sofa und erholte mich von der bisherigen Arbeit. Ich blickte nicht in Richtung Flur. Leider, aber es hätte auch nichts geändert.

 

 

Ich begann zu putzen. Mir viel auf, das ich mit der Menge Wasser mehr reinigen konnte als vorgeschrieben. Das dreckige Wasser, es war richtig dunkelgrün, goss ich in die Spüle und nahm mir Neues.

 

 

Nachdem ich das Telefonat beendet hatte lief ich in die Küche und stellte die Extraktflasche aufrecht hin und verschraubte sie mit dem Deckel. Das tat ich ganz geistesabwesend. Sonst hätten die Ereignisse nicht stattgefunden.

 

 

Als ich später die Ereignisse nachdachte, begannen sie folgender Maßen. Es bekann damit,  das meine Katze auf die Spüle sprang und die Flasche mit dem Extrakt um stieß. Der Inhalt tropfte in den Feudeleimer...

 

 

Es wurde Freitag. Die Sonne schien und wir hatten eine angenehme Temperatur draußen. Henry gab mir einen Kuss und fuhr zur Arbeit.

 

 

Henry schnarchte an meiner Seite. Ich sah ihn zärtlich an und dachte, dass es Zeit wird, mehr von dieser, mit ihm zu verbringen. Also musste ich mein Putzen organisieren. Kurz bevor ich einschief hatte ich einen Plan. Zuerst werde ich ...

 

 

Flur, Treppen und Bäder unterzog ich einer Grundreinigung. Der Extrakt war Klasse!

 

 

Henry bemerkte das überhaupt nicht. Seine Footballmannschaft war gerade am gewinnen. Es ging um die Meisterschaft. Und das erforderte seine ganze Aufmerksamkeit.

 

 

Ich konnte es kaum erwarten loszulegen, denn ich liebe es zu feudeln und sauber zu machen. Vor allem, wenn es gut voran ging. Henry reichte mir die Flasche und ich riss sie ihm fast aus der Hand.. Nun las ich die Gebrauchsanwendung durch, klatschte in die Hände, band mir ein Tuch um den Kopf, zog meine Gummihandschuhe an und begann. Ich feudelte und feudelte, es ging gut von der Hand. Die Werbung hatte nicht zu viel versprochen. Die Küche blitzte vor Sauberkeit. Ich zog einen imaginären Hebel mit der rechten Hand und sagte: Ja! Wie berauscht setzte ich meinen Test fort.

 

 

Eine Vorstadt in Oklahoma. Henry brachte mir das neue Küchenreinigungsmittel, aus der Werbung, mit. Die Werbung hatte mich neugierig und gespannt auf das Wundermittel gemacht. Die tolle Wirkung wollte ich testen.